Antimathematiker?

Gute Mathebücher sind so selten wie Goldnuggets am Nordseestrand Anzeige

... daher haben wir für euch ein Interview mit dem Macher des tollen Buches "Mathe für Antimathematiker"* geführt, in dem er mit uns seine Motive für das Schreiben eines Mathebuches näher bringt.

Stell dich doch bitte in ein, zwei Sätzen vor.
Mein Name ist Dario Bednarski und ich habe 2011 als Jahrgangsbester im Mathe-Leistungskurs mein Abi gemacht. Danach habe ich Wirtschaftsinformatik studiert (Mathenote: 1,1) und mein Ziel ist es den größten Mathehassern und Antimathematikern Mathe beizubringen und es verständlich zu erklären.

dario

Wie bist du auf die Idee gekommen Mathe für Antimathematiker zu schreiben?
Nach ca. 6 Jahren Erfahrung Nachhilfe im Fach Mathematik bemerkte ich eine entscheidende Tatsache: Mathe wird in den Schulen viel zu kompliziert erklärt! In meinen Nachhilfestunden hingegen hatten die Schüler/innen viele Aha-Erlebnisse und oft sagten sie Dinge wie: "Warum hat uns das der Lehrer nie so erklärt?" - Darauf fand ich bis heute keine Antwort.
Aber diese Tatsache führte dazu, dass ich recht früh darüber nachgedacht habe, ein Buch zu schreiben.

Was qualifiziert dich besonders für die Abi-Vorbereitung/Oberstufen in Mathe?
Ganz klar meine Erfahrung. Ich habe ca. 10 Schülern/Schülerinnen Nachhilfe während Ihrer Abizeit gegeben. Somit habe ich den Stoff einmal selbst im Leistungskurs durchgekaut und dann noch weitere 10 Male in der Nachhilfe – ich kenne wirklich jedes Verständnisproblem von Schülern/Schülerinnen.

Was ist das besondere an Mathe für Antimathematiker? Wo liegt der Unterschied zu anderen Mathe-Büchern?
Während andere Mathebücher mit ihren kurzen und knappen Formulierungen (, die nur gute Schüler/innen in Mathe verstehen,) mathematisch glänzen, richtet sich mein Buch gezielt an Schüler/innen, die mit der Mathematik nicht viel anfangen können. Das Buch besteht deshalb hauptsächlich aus Text (und nicht aus Formeln), weil nur so die einzelnen Themen und deren Zusammenhänge schülergerecht dargestellt werden können. So orientiert sich der jugendliche und lockere Schreibstil sowie der Themenaufbau des Buches vollständig am Verständnis der Schüler/innen.

Wie sind die Reaktionen auf dein Buch?
Zu 100% positiv. Die mittlerweile über 70 Bewertungen auf Amazon mit im Schnitt 4,9 Sternen sprechen glaube ich für sich. Jeder ist total begeistert, dass es endlich klick gemacht hat!

Welche Reaktion auf dein Buch beeindruckt dich am meisten?
Zum einen, dass die/der ein oder andere Mathelehrer/in so begeistert von dem Buch war, dass sie/er das Buch gleich für den ganzen Jahrgang bestellt hat. Zum anderen kann ich mich sehr gut an eine Bewertung erinnern, die ich dann auch gleich auf Facebook veröffentlich habe. Hier ist sie:
"Das beste was ich je in der Hand hatte ( ..und das war so einiges ) !!
Als ich Mitte der 90er mein Abi gemacht habe, hätte ich mir so ein Buch sehr gewünscht. Später im Studium hätte ich es auch noch sehr gut gebrauchen und anwenden können. Sicher haben Papula und Konsorten auch ihre Berechtigung, aber dieses Werk ist ein richtig sinnvoller Einstieg in die Thematik. Nunmehr profitiert meine Tochter ( 11. Klasse Gymnasium ) von diesem einfachen, und sehr verständlichen Erklärungsleitfaden für die Analysis. Sie war nicht schlecht in Mathe, aber die letzten zwei Klausuren hatte sie jeweils eine 1. Auch sie ist absolut begeistert von dem Buch, dass eine absolut gute und sinnvolle Investition ist. Ich gratuliere dem Autor für seine hervorragende Leistung, und möchte ihn ermutigen vielleicht in den Bereichen Stochastik oder auch Physik ähnliches zu entwickeln."

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Was unterscheidet deine Herangehensweise an Mathe vom Schulunterricht?
Der Schulunterricht ist nach dem Lehrplan aufgebaut und somit ist die Reihenfolge der Themen im gewissen Maße vorgegeben. Ich hingegen habe mir eine komplett neue Struktur überlegt, die Mathematik um ein Vielfaches verständlicher macht. Außerdem habe ich das Buch in einem sehr lockeren Sprachstil geschrieben, was sehr gut bei den Schülern/Schülerinnen ankommt. In einer Bewertung schrieb eine Mutter, die das Buch für ihren Sohn gekauft hat „[…] Ich habe auch mal reingelesen (das schlechte Mathe-Gen hat er von mir), und sogar ich habe nun endlich (über 30 Jahre nach meinem eigenen Abitur) ZUSAMMENHÄNGE begriffen, weil sich jemand erbarmt hat (und sich nicht zu elitär findet), mit Nicht-Mathematikern in einer Sprache zu reden, die sie verstehen. Ich finde das Buch toll, es ist genau das, was ich immer gesucht habe. Unbedingt zu empfehlen für alle, die an mathematischen Funktionen zu verzweifeln drohen.“ Das trifft es wohl ganz gut.

Ist dein Buch nur etwas für den Leistungskurs oder auch für den Grundkurs?
Ursprünglich – wie am Namen zu erkennen – ist das Buch für den Grundkurs geschrieben worden und hier sogar eher für die Schüler/innen, die so wirklich kein Bock auf Mathe haben. Doch in mehreren Emails wurde mir schon gesagt, dass es auch bessere Schüler gelesen haben und es somit von einer 2 auf eine 1 geschafft. Aber auch Schüler/innen aus dem Leistungskurs lesen das Buch. Andere wiederum studieren schon und nutzen das Buch zum Auffrischen ihrer Kenntnisse. Es ist also für jedermann etwas.

Hast du ein reines Textbuch geschrieben oder gibt es auch Aufgaben?
Es gibt auch über 600 Aufgaben inklusive ihrer Lösungen. Für jeden Aufgabentypen ist auch ein ausführlicher Lösungsweg mit dabei. Die Aufgaben und Lösungen sind sogar extra separat am Ende des Buches zu finden und nicht wie üblich, zwischen den Kapiteln. So wird der Lesefluss nicht unterbrochen und Zusammenhänge werden dadurch klarer.

Was würdest du jemandem raten, der Probleme mit Mathe hat?
Als erstes, entscheide dich Mathe verstehen zu wollen. Ohne Spaß, das ist mein voller Ernst. Du musst dich bewusst dafür entscheiden, Mathe verstehen zu wollen. Wenn du das getan hast, dann schnapp dir mein Buch und lies es von vorne bis hinten durch. Das sollte reichen.

Und was rätst du jemandem, der kurz vor der Abiprüfung steht?
Kurz vor dem Abi ist es natürlich am besten, viele Abituraufgaben zu rechnen. Wenn du allerdings grundsätzlich Probleme mit Mathe hat, dann bringt es nicht so viel, nur Aufgaben zu rechnen und zu hoffen, dass es irgendwann klick macht. Mein Buch liest du locker an einem Tag durch. Wenn du es etwas intensiver liest und paar Übungsaufgaben machst, bist du in 3-4 Tagen durch. Dann hast du aber auch alles grundlegende verstanden, sodass du bei einer etwas anderen Aufgabe im Abitur nicht gleich aus der Bahn geworfen wirst. Nichtsdestotrotz empfehle ich dir noch paar Abiaufgaben zum Üben zu rechnen.

Danke Dario, für das Interview. Falls Du noch Fragen zum Buch"Mathe für Antimathematiker"*, kannst du uns oder Dario gerne eine E-Mail schreiben. Falls dir das Buch genauso gut gefällt wie uns, teile es doch online mit deinen Freunden.

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